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„Makan“ ist ein malaysisches Wort und bedeutet soviel wie „essen“ oder „Nahrungsmittel“. Für die Menschen in Malaysia bedeutet „Makan“ aber noch viel mehr: es ist Mittelpunkt ihres Lebens, ihres Miteinanders und ihrer Kultur. Und so ist es auch kein Wunder, dass ein neuer Verein, der kürzlich in Frankfurt gegründet wurde und sich der Vermittlung der südostasiatischen, speziell der malaysisch geprägten Kultur verschrieben hat, genau diesen Namen trägt: „Makan eV“
Die Idee dazu kam den beiden chinesischen Malaysiern Michelle Chan und Kim Bee Hoon, die schon seit vielen Jahren in Frankfurt leben, vor etwa drei Jahren. „Wir hatten den Eindruck, dass ein entsprechendes kulturelles Angebot in Frankfurt fehlt“, sagt Kim, „und da kam uns die Idee, einfach selbst etwas auf die Beine zu stellen“.

Gemeinsam mit Kims Mann Quoc Hoa Truong, einem vietnamesichen Chinesen, hob man das Projekt Januar 2015 schließlich aus der Taufe. „Unsere Absicht ist es, Kulturen zusammenzubringen durch Bilder, Klänge und Geschmack“, erklärt Michelle. „Was die Bilder betrifft, so können das Dinge sein wie ein Kurzfilmfestival oder Ausstellungen malaysischer Künstler oder Gallerien. Für die Klänge sollen traditionelle Tänzer oder Musiker sorgen. Und der Geschmack betrifft natürlich die malaysische Küche“.

Wenn der Malaysier kocht oder isst, dann geht es um viel mehr als nur darum, den Hunger zu stillen, dann tut sich ein ganzer Kosmos von Gefühlen und Erinnerungen auf. „Manchmal ist es schon ein bestimmter Geruch, der Erinnerungen an die Kindheit erwachen lässt, etwa, wenn deine Mutter dir einen Kuchen gebacken hat.“ Die Essenskultur sei ist ein verbindendes Element in ganz Asien, aber nicht nur da: „Wenn ich mit meinen deutschen, italienischen oder französischen Freunden spreche, ist es ganz ähnlich. Wenn man sich trifft, geht es meist ums Essen. Vielleicht ist es in Deutschland noch etwas anders, weil man sich hier auch gerne mal nur auf ein Bierchen trifft, aber auch das ändert sich, seit es so viele Kochshows und Dokumentationen im Fernsehen gibt.“

Das erste Event, dass die drei in ihren Clubräumen in der Moselstraße in Frankfurt realisierten, war anlässlich des Chinesischen Neujahrs, das mit einem ausgiebigen Festmahl zelebriert wurde. „Zwischen den einzelnen Gängen haben wir die Gäste unterhalten, zum Beispiel mit einem Quiz über Chinese New Year oder einer Videopräsentation über unsere Essenskultur“.

Eine Veranstaltung pro Woche wollen die drei anbieten, was natürlich eine gute Organisation voraussetzt. Daher sind die Aufgaben zwischen Michelle, Kim und Hoa klar verteilt: Michelle ist für das Konzept und Marketing zuständig, Hoa für den Einkauf und Kim für die Küche. Unterstützung erhält „Makan eV“ vom Generalkonsulat von Malaysia sowie der malaysischen Außenhandelsförderungsgesellschaft MATRADE, wenn es beispielsweise darum geht, welche Filme gezeigt oder welche Gastköche aus Malaysia eingeladen werden können. Mittelfristig sollen aber auch die Kulturen der Nachbarländer wie Thailand, Indonesien oder die Philippinen vorgestellt werden, entsprechende Kontakte zu den Generalkonsulaten wurden bereits geknüpft.

Wer Interesse hat, mehr über aktuelle Veranstaltungen zu erfahren, kann den Email-Newsletter bestellen (Mail an: clubmakan@gmail.com) oder der Facebook-Seite www.facebook.com/makanev folgen.

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