Bioharz aus Plastikmüll

Automatische Mülltrennung © Heng Hiap

von Uwe Fischer |

Plastikmüll gefährdet zunehmend unsere Existenzgrundlage. Er verschmutzt unsere Meere und verseucht unsere Luft mit Giften, die bei der Müllverbrennung in wilden Deponien oder Verbrennungsanlagen ohne Filter entstehen. Neben Müllvermeidung ist daher das Recyceln der Abfälle das Gebot der Stunde. Die malaysische Firma Heng Hiap Industries hat sich des Problems angenommen und Technologien entwickelt, die es ermöglichen, Kunststoffabfälle in biologisch abbaubare Harze umzuwandeln.

Seit 2002 gibt es das Unternehmen mit Sitz in Johor bereits. Monatlich verarbeitet es rund 4.000 Tonnen Kunststoffabfälle, die durch mechanische, thermische oder chemische Prozesse in Rohstoffe zerlegt werden. Das in Malaysia hergestellte Bio-Harz wird unter dem Markennamen PLASHAUS vertrieben. Es eignet sich für Spritzguss- und Thermoformanwendungen und kann als PP- und PE-Ersatz-Verbundwerkstoff für geformte Produkte in Einweg- und Pharmaverpackungen, elektronischen Gehäusen und Automobilkomponenten sowie in Haushalts- und Landwirtschaftsanwendungen eingesetzt werden; aber auch Biodiesel und andere erneuerbaren Energien werden aus den Abfällen gewonnen.

Damit hat Heng Hiap nicht nur den lokalen Markt erobert, sondern auch weltweit großen Erfolg. Das Unternehmen exportiert seine PP-Verbundkunststoffe mittlerweile in 30 Länder, darunter Großbritannien, Deutschland, Spanien, Japan, Dubai und Australien.

Grund genug für MATRADE, die Firma auch dieses Jahr wieder auf der weltweit führenden Fachmesse für Kunststoffe, der K-Messe in Düsseldorf vom 16. bis 23. Oktober vorzustellen. „Wir rechnen mit einer großen Resonanz bei potenziellen Geschäftspartnern für den Vertrieb und die Vermarktung von Biokunststoffen,“ sagt Badrul Hisham, Malaysisas Handelskommisar in Deutschland. „Interessierte Fachbesucher der K-Messe haben daher die Möglichkeit, über unser Frankfurter Büro schon vorab einen Gesprächstermin zu vereinbaren.“ 

Neben Heng Hiap stellen sich auf dem malaysischen Pavillon in Halle 8b zehn weitere malaysische Firmen vor. Eine vollständige Liste ist auf der deutschen MATRADE-Website abrufbar.

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