Wir sprechen Deutsch: Junge Malaysier erwarben Sprachkenntnisse am IIK

Eine Gruppe junger Malaysier hat ihre Deutschprüfungen am Institut für Internationale Kommunikation (IIK) in Düsseldorf bestanden. Zuvor hatten die Schüler bereits in Malaysia am German Malaysian Institute erste Deutschkennnisse erworben.

Zu den erfolgreichen Absolventen gehört auch Zi Jun Lee. Sein Ziel ist es, entweder in Cottbus oder Kaiserslauten Verfahrenstechnik oder Chemieingenieurwissenschaften studieren. „Ich kann mir vorstellen, nach dem Studium ein paar Jahre in Deutschland zu bleiben, um Erfahrungen zu sammeln. Entweder bleibe ich dann länger hier oder ich suche einen Job bei einer deutschen Firma, aber in Malaysia.“

Jing Day Ong aus Penang und möchte in Osnabrück Maschinenbau studieren. Er hat sich für ein Studium in Deutschland auch deshalb entschieden, weil die Studiengebühren vergleichsweise gering sind.

Tinesh Krishnasamy und Syahrul Bin N Huzaimi hingegen haben sich am IIK auf den Freshman-Kurs der Uni Aachen vorbereitet, der es ihnen ermöglichen soll, das deutsche Abitur zu erwerben. Den Unterricht am IIK fanden die jungen Malaysier im Vergleich zu den Sprachkursen in ihrem Heimatland einfacher. „In Malaysia machen wir nur Übungen, aber hier ist es viel abwechslungsreicher“, so Syahrul. „Wir machen zum Beispiel auch Spiele in den Kursen.“ „In Malaysia sprechen wir auch immer unsere Muttersprache nach dem Unterricht“, ergänzt Jia Yu Tee. „In Deutschland sind wir aber gezwungen, uns auf Deutsch zu unterhalten.“

 

von links nach rechts: Zheng Wei Lee, Zi Jun Lee,
Tinesh Krishnasamy, Syahrul Bin N Huzaimi, Jing Day Ong, Dennis Bornhof (IIK), Ong Jia Yu Tee,
Mohamad Irfan Bin Mohamad Sukeri

Auch der Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern wird von den Malaysiern gelobt. „Am Anfang war es zwar noch etwas schwierig, weil mein Deutsch noch nicht so gut war“, sagt Syarul. „Aber mit der Zeit wurde es besser, und mittlerweile habe ich von meinen Kommilitonen sogar ein paar Brocken ihrer Sprachen gelernt.“ Er habe hier Freunde aus Taiwan, China, Indien und Tunesien kennengelernt. Tinesh hat auch gute Erfahrungen mit Deutschen gemacht. „In der Kneipe beispielsweise bin ich mit Deutschen ins Gespräch gekommen, zuerst auf Englisch. Aber als sie gemerkt haben, dass ich Deutsch lerne, haben wir fast drei Stunden auf Deutsch gequatscht.“

Das deutsche Essen hingegen kommt bei den jungen Malaysiern nicht besonders gut an. „Es schmeckt halt ein bisschen langweilig, es gibt meistens Kartoffeln“, urteilt Tinesh und erntet damit zustimmendes Lachen bei seinen Landsleuten. Jun oder Ting Day löst das Problem, dass er oft selber kocht. „Ich wohne in einer WG, manchmal kochen wir zusammen oder teilen unser Essen, so lerne ich auch Essen aus anderen Ländern kennen, aus Portugal, Taiwan, China und so weiter. In Düsseldorf ist es auch einfach, asiatische Zutaten zu kaufen.“

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