Sabah entdecken

Danum Valley

von Uwe Fischer (mit Material von Hasselkus PR/Tourism Malaysia)

Sabah, oft auch „das Land unter dem Wind“ genannt, ist einer von zwei malaysischen Bundesstaaten, der auf der Insel Borneo liegt. Das unterhalb des Taifungürtels gelegene Land bietet eine farbenfrohe Vielfalt an Aktivitäten.

Für alle Naturfans, egal ob abenteuer- oder kulturorientiert, hat Sabah mit seinen vielfältigen Landschaften und den faszinierenden indigen Völkern also einiges zu bieten. Ob das Besteigen des Wahrzeichens Mount Kinabalu, das Eintauchen in einem der schönsten Tauchreviere der Welt oder das Kennenlernen der Kultur und Tradition der Bevölkerung Sabahs — das Land geizt nicht mit Sehenswürdigkeiten und Naturspektakeln, die sich vom Tiefland-Regenwald bis auf eine Höhe von 4.095 Meter, dem Gipfel des Mount Kinabalu, erstrecken.

Der Kinabalu-Nationalpark gehört zu den beeindruckendsten Parks unserer Erde und wurde zum ersten Weltkulturerbe Malaysias erklärt. Das Gebiet bietet alles, was das Bergsteiger- und Naturliebhaberherz begehrt – von den größten Blumen der Welt, Rafflesien genannt, bis hin zu dem höchsten Berg in Südostasien, dem Mount Kinabalu. Das Besteigen des Berges ist jede Anstrengung wert, denn die Aussicht vom Gipfel auf die 754 Quadratkilometer große Fläche ist unvergleichlich. Tropische Inseln und Atolle warten darauf, entdeckt zu werden.

Fledermausfische vor Sipadan (Jörgen Nybrolin/flickr)
Fledermausfische vor Sipadan (Jörgen Nybrolin/flickr)

Weltberühmt ist die Koralleninsel Sipadan vor der Nordostküste von Borneo. Um diese kleine Koralleninsel herum sind Begegnungen mit Schildkröten und Barrakudas garantiert. Aufgrund des Schutzstatus der Insel und seiner maritimen Wunderwelt sind nach Sipadan nur Tagesausflüge erlaubt. So haben am Tag nur 150 Besucher die Chance, sich von der Schönheit des Meeres verzaubern zu lassen. Auch der Tunku Abdul Rahman Park ist mit seinen klaren, türkisblauen Gewässern und seinen artenreichen aquatischen Biotopen das ideale Ziel für Schnorchler und Tauchanfänger.

Von Reisfarmern, Seenomaden bis zu den „Cowboys des Ostens“

Sabah ist die Heimat von über 30 verschiedenen ethnischen Gruppen. Die drei Hauptgruppen sind die Kadazan-Dusun, die Murut und die Bajau. Ein Einblick in das Leben der Einheimischen ist sowohl beim nationalen als auch bei den internationalen Touristen sehr beliebt. Dies ist zum Beispiel möglich im „Mari Mari“, einer kleinen Siedlung bestehend unweit der Hauptstadt Kota Kinabalu, das aus typischen Häusern der verschiedenen Volksgruppen besteht und als eine Art „Museum“ für Kulturinteressierte dient. Mehrmals täglich finden dort Führungen statt, in denen Architektur, Traditionen und Lebensweisen der Stämme veranschaulicht werden.

Die Kadazan-Dusun sind aufgrund ihrer traditionellen Reisernten bekannt. Diese religiösen Zeremonien werden von den Bobohizan — einer weiblichen Priesterin – geleitet. Die Muruts leben immer noch in traditionellen Langhäusern und sind überwiegend Bauern und Jäger. Ganz anders ist es bei den Bajaus, die an der Ost- und Westküste Sabahs leben. Während die Ostküsten-Bajaus Seenomaden sind und nur ans Land kommen, um ihre Toten zu begraben, sind die WestküsteBajaus für ihre geschickten Reitkünste bekannt. Diese hübsch gekleideten „Cowboys des Ostens“ bringen somit eine unverwechselbare Sabah-Note in jedes örtliche Fest.

Fazit: Sabah ist immer eine Reise wert; nicht nur, aber vor allem auch für Aktivurlauber und Kulturinteressierte.